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Kein Grund zur Resignation

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22. Oktober 2017 von Marzellus

crocus-279574_640Insektensterben: Kein Grund zur Resignation, eher ein Grund aktiv zu werden. Man mag sich sagen, ich kann daran eh nichts ändern, aber das scheint mir zu bequem. Wer etwas ändern will, fängt am besten bei sich selbst an. Wir können, wenn wir einmal ein Problem erkannt haben, auch direkt etwas tun. Das gilt für uns als Einzelmenschen, aber auch für unser Engagement in der Gemeinde. Und dabei muss man auch nicht unbedingt mit dem Imkern anfangen.
Ein Beispiel liefert die bayrische Stadt Illertissen. Hier passiert etwas in Sachen Insektenschutz. Der kommunale Bauhof ließ für relativ wenig Geld 24.000 Traubenhyanzinthen, Krokusse, Tulpen und Narzissen ausbringen. Das sollte im Frühjahr ein reich gedecktes Bienenbuffet werden, so die Stadt, die sich als Bienenstadt profilieren will.
Gerade in Zeiten des Insektensterbens sind solche Frühblüher als so genannte Entwicklungstracht wichtig, nicht nur für die Honigbienen. Im Bienenstock und im Hummelnest beginnt jetzt bei milderer Witterung das Brutgeschäft. Da kommt es darauf an, dass die frühen Wildbienen und die Honigbienen Pollenspender im Pflanzenreich finden, denn das ist das Kraftfutter für die Bienenbrut.  Besonders als frühe Bienenweide geeignet sind verwildernde Arten. Die „botanischen“ Krokusse, wie sie im Fachhandel heißen, sind zwar kleiner als hochgezüchtete Sorten, blühen aber reichlich, samen sich selbst aus und bilden über die Jahre herrlich bunte Teppiche im Frühjahr.
Herbstzeit ist Pflanzzeit: Meine Anregung: Wer eine Rasenfläche hat, sollte sich jetzt die bienenfreundlichen Zwiebelgewächse besorgen und in die Erde bringen. Am besten für die Insekten sind die Wildsorten. Wilde Krokusse zum Beispiel treiben aus jeder Knolle bis zu 20 Blüten. Man erhält sie im Handel bereits für ca. 10,- €uro pro hundert Zwiebeln. Mit einfachsten Mitteln und wenig Aufwand verwandelt man so im kommenden Frühjahr eine langweilige Rasenfläche in ein Blütenmeer. Und man betreibt einen aktiven Insektenschutz und sorgt dafür, dass Bienen und Hummeln einen guten Start ins neue Bienenjahr haben.
Zum Beitrag: ILLERTISSEN – Stadt bietet Bienen bald ein blühendes Buffet
Kleine Videoanleitung zum Stecken von Blumenzwiebeln

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