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Das Allerletzte zum Jahreswechsel – oder „Cheerio, Mister Moore!“

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31. Dezember 2016 von Marzellus

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„Dinner for one“, die alte Neujahrsklamotte, läuft heute wieder über alle Sender. Wie wär’s zur Abwechslung mal mit einer neuen Lachnummer – „Glyphosat for Teatime“? Cheerio, Mister Moore!

Die beste und auch die entlarvendste Form der Satire ist die Realsatire, unfreiwillig komisch und zuweilen noch treffender als ihre literarische Schwester. Patrick Moore, ehemaliger Greenpeaceaktivist, der vom grünen Paulus zum Saulus der Multis geworden ist, ist ein Beispiel dafür, dass den Verusachern und Leugnern von Klimawandel und Artensterben zwar leider keine lange Nase wächst, aber dass sie sich gelegentlich mit ihren Lügen selbst vorführen.

Als Grünwäscher vom Dienst, er selbst nennt sich „sensible environmentalist“ ( gescheiter | vernünftiger Umweltschützer), stellt der vielgefragte Propagandamann der Ökozidverursacher sich u.a. auf die Seite der Atomlobby oder unterstützt die Holz- und Palmöllobby, die rücksichtslos den Regenwald auf Sumatra und anderswo zerstört, mit „Argumenten“. Wen wundert es, wenn er in der aktuellen Glyphosatdiskussion öffentlich Partei ergreift für Monsanto. Kurz: Er ist der Red Adair* der multinationalen Konzerne.

Die angesehene britische Tageszeitung  „The Guardian“ schreibt über den umweltpolitischen Firefighter der multinationalen Konzerne „So what do you do if your brand is turning toxic? You hire the Canadian public relations consultant Patrick Moore. Moore runs a company based in Vancouver called Greenspirit Strategies, which has developed „sustainability messaging“ for logging, mining, lead-melting, nuclear, biotech, fish-farming and plastics companies. He is a clever rhetorician, skilled at turning an argument round.“

Zu Deutsch: „Was macht man also, wenn deine Marke „verbrannt“ ist (toxisch,ungenießbar, in Verruf kommt)? Man heuert den kanadischen PR-Berater Patrick Moore an. Moore betreibt eine in Vancouver ansässige Firma mit dem Namen „Grüngeist Strategien“, die schon „Nachhaltigkeitsbotschaften“ für die Holz-, Minen-, Bleiverarbeitungs-, Atom-, Biotechnik- Fischzucht-, Plastikindustrie entwickelt hat. Er ist ein cleverer Redner, geübt darin, Argumente herumzudrehen.“

Kanadische Umweltschützer haben über ihn den Satz geprägt: „Judas hatte wenigstens den Anstand, sich aufzuhängen, nachdem er Jesus verraten hatte. Moore kann man nicht einmal dazu bringen, den Mund zu halten.“

Schön zu sehen, dass „Greenwasher“ Moore auch nur mit Wasser kocht, als er von einem Journalisten vorgeführt wird und sich öffentlich zum Idioten macht. Absolut sehenswert!

Hier geht es zum Youtube Video

Auf der Internetseite www.lobbywatch.org wird der Tatsachenverdreher Moore mit dem Satz zitiert: „I believe we are entering an era now where pagan beliefs and junk science are influencing public policy. GM foods and forestry are both good examples where policy is being influenced by arguments that have no basis in fact or logic.“

„Ich glaube, dass wir heute in einer Zeit ankommen sind,  in der heidnische Überzeugungen und „Müll-Wissenschaft“ die öffentliche Politik beeinflusst. Genmanipulierte Nahrung und die Forstwirtschaft sind gute Beispiele dafür, dass die Politik von Argumenten beeinflusst wird, die weder in Fakten noch in Argumenten eine Basis haben.“

Der Begriff „Junk Science“ gehört übrigens auch zum Lieblingsvokabular von Monsanto Chef Hugh Grant, der damit gerne Studien und Forschungsergebnisse abwertet, die Glyphosat ein schlechtes Zeugnis ausstellen.

Urteilen Sie selbst!

* Paul Neal Adair, bekannt als Red Adair  († 7. August 2004) US-amerikanischer Feuerwehrmann und Gründer der Firma Red Adair zur Bekämpfung von Großbränden.

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