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Die Asiatische Hornisse

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11. Oktober 2023 von Marzellus

Heute hat ein Imkerkollege ein Exemplar der Asiatischen Hornisse (Vespa velutina) auch in Marmagen gesichtet und gefangen. Ich habe das weitergegeben an die entsprechende Stelle in Recklinghausen. Die wird das sofort der unteren Naturschutzbehörde beim Kreis weitermelden. Wichtig ist es, wenn alle Bürger die Augen offenhalten und Nester an Imker melden, damit Maßnahmen getroffen werden können. Wenn nicht, dann war’s das wohl bald mit der Imkerei. Nach den problematischen Klimakapriolen in diesem Sommer und der Mangeltracht selbst in einem Ort wie Marmagen ist die Imkerei hier massiv bedroht.

Der Imkerfreund und Experte für die Bekämpfung der asiatischen Hornissen, Thomas Beissel hat mir für diesen Post die Fotos zur Verfügung gestellt. Die Asiatische Hornisse ist eine massive Bedrohung für Bienenvölker und heimische Insekten.

Das erste Bild zeigt das sogenannte Primärnest, das in relativ niedriger Höhe, hier an einer Zimmerdecke , meistens jedoch in Hecken und Gebüschen gebaut wird. Im zweiten Foto sieht man das Sekundärnest, das im fortgeschrittenen Sommer gebaut wird, und in das das invasive Hornissenvolk im Sommer umzieht, und in dem die Wespenköniginnen für die nächsten Völker heranreifen. Das Insekt muss bekämpft werden, weil dieses eingeschleppte Raubinsekt hier bei uns keine ökologischen Gegenspieler hat, und weil unsere heimischen Bienen evolutionär keine Abwehrstrategie gegen diesen Predator entwickelt hat.

Die Nester der Hornissenart sind auffallend groß, weil auch die Völker groß sind. Sie können eine Höhe von 1 m und einen Durchmesser von 80 cm haben. Ein Volk hat eine Größe von 4000 b9s 10000 Individuen. Ein einziges Volk der Hornissenart ernährt sich pro Jahr von etwa elf Kilogramm an Biomasse aus Insekten.

Eigenständiges Handeln gegen diese unerwünschte Art (EU-Kommission) ist nicht zu empfehlen. Wenn die Hornissen ihr Nest bedroht sehen, reagieren sie sehr aggressiv. Deshalb sollte jeder Fang und jede Sichtung bei der unteren Naturschutzbehörde gemeldet werden. In der Regel können auch die Imker informiert werden, die die Sichtung melden, wenn sie sich bestätigt.

Ausführliche Informationen unter https://www.velutina.de/vespa-velutina-einfache-suche…/

Informationen zu den Bildern:

Bild 1: Das Sekundärnest der Asiatischen Hornisse. Im Sommer zieht das Wespenvolk in ein Sekundärnest um, das es hoch in den Bäumen gebaut hat. Die Nester der heimischen Hornisse Vespa crabro sind immer nach unten offen! Bei den Filialnestern der Asiatischen Hornisse befinden sich die Eingänge seitlich und sind relativ klein. Hier entwickeln sich dann die Geschlechtstiere. Foto: Thomas Beissel

Bild 2: Primärnest der Asiatischen Hornisse. Es hängt relativ niedrig. Hierin entwickelt sich das Volk bis zum Sommer. Die Velutina kann schon Ende Februar oder Anfang März mit dem Bau des Gründungsnestes beginnen. Außer in Hecken und Büschen findet man die Nester auch unter Hallendächern, Balkonen oder sonstigen regengeschützten Plätzen sein. Foto: Thomas Beissel

Bild 1: Sekundärnest im Herbst. Die Nester können ohne Weiteres die Größe von „Hüpfbällen“ erreichen. Foto: Thomas Beissel

2 Kommentare zu “Die Asiatische Hornisse

  1. Avatar von Schäfer Schäfer sagt:

    Die E-Mail kam bei mir mit dem Betreff „Die Asiatische Riesenhornisse“ an – Achtung!!! Das sind 2 verschiedene Arten: Asiatische Riesenhornisse (Vespa mandarinia) und die Asiatische Hornisse (Vespa velutina). Die Vespa velutina (bei uns nur noch VV genannt) sorgt in meiner Gegend schon für heftige Schäden an unseren Völkern.
    Eine-leider-massiv-Vespa-velutina-Betroffene 😦

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